Fragen rund um den Kobeleshof... 

Vielleicht haben auch Sie die eine oder andere Frage zu unseren Kühen oder unserem Hof-Alltag.
 

Gerne beantworten wir Ihnen hier eine Reihe von Fragen.
Sollte Ihre Frage nicht dabei sein, freuen wir uns auf Ihren Kontakt.

 

 

Fragen rund um unseren Kobeleshof-Alltag...

Was tun wir fürs Tierwohl?

  • Grundsätzlich in unser kompletter Alltag und das damit zusammenhängende Management auf das Wohl unserer Tiere ausgerichtet. Konkret heißt das, dass wir ständig überlegen, was wir noch besser machen können, damit sich unsere Tiere noch wohler fühlen. 
  • Unsere Kühe leben in hellen, lichtdurchfluteten Ställen, die auf maximalen Kuh-Komfort ausgerichtet sind. Die Ställe haben wir nach modernsten wissenschaftlichen Erkenntnissen bzgl. Tierwohl gebaut. Die offene Bauweise ohne Wände, dafür mit sogenannten Curtains (Vorhängen), sorgt das ganze Jahr über für viel frische Luft im Stall. Je nach Wetterlage positionieren wir die Curtains so, dass viel Luft reinkommt, jedoch übermäßige Zugluft verhindert wird.
  • Großventilatoren zur zusätzlichen Belüftung im Sommer sowie Luftbefeuchtung für die heißesten Tage im Jahr ermöglichen stets ein Stallklima, in dem sich unsere Kühe rundum wohl fühlen.
  • Unsere Kühe können sich jederzeit im Innen- und Außenbereich frei bewegen und so immer ihrem natürlichen Bewegungsdrang nachkommen.
  • Mit automatisch rotierenden Bürsten in der „Wellness-Station“ können die Kühe jederzeit nach Lust und Laune ihr Fell pflegen.
  • Zur Entlastung des Euters melken wir unsere Kühe dreimal täglich (Details hierzu siehe separate Frage weiter unten).
  • Professionelle Klauenpfleger sorgen zweimal im Jahr für eine Pediküre bei allen Tieren. In der Zeit dazwischen übernehmen wir die wichtige Aufgabe der Klauenpflege selbst.
  • Die Milchkühe liegen in eingestreuten Tiefbuchten, die dreimal täglich gerecht und gesäubert werden.
  • Alle Tiere haben rund um die Uhr Zugang zu frischem Trinkwasser und hochwertigem Futter.
  • Durch intensiven mehrmaligen täglichen Kontakt (auch bedingt durch unser dreimaliges tägliches Melken) zu unseren Tieren und modernste Technik können wir mögliche gesundheitliche Probleme frühzeitig erkennen.
    >> So sichern wir die Gesundheit und lange Lebensdauer unserer Tiere.


Was bekommen unsere Tiere zu fressen?
Täglich mischen wir fünf verschiedene Grundfutter-Mischungen mit Hilfe eines Futtermischwagens frisch für unsere Tiere.
Je nach Alter und Milchleistung unserer Kühe sind die Inhaltsstoffe optimal auf den jeweiligen Bedarf angepasst. Neben Grassilage, Maissilage und etwas Stroh füttern wir vorwiegend eigenes Getreide, Körnermais, Zuckerrübenschnitzel und Rapsschrot. 
Ferner kaufen wir noch weiteren Schrot und Mineralfutter dazu.
Unsere Kälber füttern wir mit Frischmilch, Körnermais und Schrot.

 

 

 

 

Warum werden die Kühe am Kobeleshof 3x täglich gemolken?
Dreimal täglich zu melken führt zu einer deutlichen Entlastung des Kuh-Euters. Die Kühe sind entspannter und fühlen sich wohler. Zusätzlich sinkt das Risiko von Euter-Entzündungen. Bei Melksystemen, in denen die Kuh die Anzahl der Melkungen selbst bestimmen kann (Melk-Roboter), wählen die Kühe rund drei Melkungen pro Tag.
Da wir unseren Tieren optimale Bedingungen bieten wollen, haben wir uns für den gleichen Rhythmus entschieden.
Einen dauerhaften Anstieg der Milchleistung konnten wir dadurch nicht feststellen.
Wir melken in einem modernen 40 Platz- Melkkarussell im Außenmelksystem. Hier melken wir von Hand vor, das heißt, dass wir jede Kuh mindestens dreimal am Tag sehen und so auch möglichen Krankheiten schnell begegnen können.

 
Was passiert mit den Kälbchen nach der Geburt?
Die Kälber werden einige Stunden nach der Geburt von der Mutter getrennt. Sie ziehen die erste Zeit in eigene gut eingestreute Kälberhäuschen um und später in Gruppen in Strohställen. In den ersten fünf Tagen nach der Geburt bekommen die Kälber die Milch der Mutter zu trinken, die so genannte Biestmilch oder Kolostrum. Diese Erstmilch hat einen hohen Anteil an wichtigen Proteinen und Immunglobulinen, die für das Immunsystem des Kalbes sehr wichtig sind. Anschließend erhalten die Kälber täglich 2 bis 6 Liter warme Frischmilch. Zusätzlich bekommen sie frisches Wasser und können nach Belieben Körnermais und Schrot fressen.
 

Wie lange lebt eine Kuh am Kobeleshof?
Die durchschnittliche Lebensdauer einer Milchkuh in Baden-Württemberg lag 2014 laut dem LKV (Landesverband Baden-Württemberg für Leistungs- und Qualitätsprüfungen in der Tierzucht e.V.) bei 5,5 Jahren. Unsere Milchkühe am Kobeleshof werden deutlich älter. Dies schaffen wir nur durch optimale Haltungsbedingungen und viel persönlichen Einsatz rund um die Gesundheit unserer Tiere.

 

 

Was tun wir für den Klimaschutz, die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Flächen und die Biodiversität?
Seit über 400 Jahren wird auf dem Kobeleshof nachhaltig Landwirtschaft betrieben. Die Bewirtschaftung unserer Wiesen, Äcker und Forstflächen erfolgt mit dem Ziel, diese für die nächste Generation zu erhalten und zu pflegen. Dies geschieht durch schonenden Umgang mit der Natur und den natürlichen Ressourcen wie Boden und Wasser.
Unser Beitrag zum Klimaschutz und Biodiversität:

 

  • Der überwiegende Teil unseres Tierfutters (Mais und Gras) stammt von unseren hofeigenen Flächen. Die damit verbundenen kurzen Transportwege für die Futtergewinnung und die Bearbeitung und Düngung der Flächen sparen Ressourcen und schonen somit die Umwelt.
     
  • Seit über 14 Jahren betreiben wir eine Minimalbodenbearbeitung. Darunter versteht man eine pfluglose Bodenbearbeitung mit dem Ziel das Bodenleben zu schonen und den Humusaufbau zu fördern. Durch die anwachsenden Humusschicht wird CO² der Atmosphäre entzogen und im Boden langfristig gespeichert.
     
  • Seit Jahrhunderten pflegen und erneuern wir unsere Streuobstwiesen rund um den Hof. Das anfallende Obst wird handverlesen und in unserer hofeigenen Brennerei veredelt. Für die klimaneutrale Befeuerung der Brennblase verwenden wir das Holz aus unseren eigenen Wäldern. 
     
  • Durch den Anbau von Zwischenfrüchten auf einer Fläche von über 60 Fußballfeldern sorgen wir für eine Begrünung zwischen den Vegetationszeiten. Die Blühpflanzen dienen Insekten als Nahrung (Bienenweide) und bieten Kleinlebewesen Schutz im Winter. Zudem wird die Bodenerosion verringert, der Boden aufgelockert und übriger Stickstoff im Boden über den Winter gebunden. Durch die Bindung von Luftstickstoff und die Aktivierung von Nährstoffen aus tieferen Bodenschichten wird Mineraldünger eingespart und die Bodenfruchtbarkeit verbessert.
     
  • Wir kümmern uns aktiv um die nachhaltige Bewirtschaftung unserer Wälder. Ständige Wiederaufforstungs- Maßnahmen mit unterschiedlichsten Laub- und Nadelbäumen sorgen für einen Umbau hin zu einem klimatoleranten Bestand. Zudem sind unsere Wälder PEFC zertifiziert (Zertifikat zur nachhaltigen Waldbewirtschaftung).
     
  • Mit unserer reinen Gülle-Biogasanlage versorgen wir rund 150 Haushalte mit Ökostrom ohne jeglichen Einsatz von Mais oder Getreide. Klimaschädliches Methan wird somit nicht an die Atmosphäre abgegeben und der Einsatz fossiler Brennstoffe verringert. Die anfallende Gülle ist ein hochwertiger Dünger und wird mit modernster Technik auf unseren Flächen ausgebracht, um den Nährstoffkreislauf zu schließen.  
     
  • Für die Beheizung unseres Wohnhauses und der Wirtschaftsgebäude nutzen wir klimaneutral die Abwärme unserer Biogasanlage und die Abwärme der Milch aus dem Wärmetauscher.
     
  • Unsere PV Anlage auf den Stall- und Lagergebäuden produziert jährlich klimaneutralen Ökostrom für 15 Haushalte.
     
  • Wir investieren laufend in neue Technik zur Ausbringung von Spritzmitteln und Wirtschaftsdünger, um hier hoch effizient und ressourcenschonende agieren zu können. Dies verringert den Einsatz von Spritzmitteln insgesamt und sorgt für eine bedarfsgerechte und emissionsarme Düngung unserer Wiesen und Äcker.  
     
  • Verwendung von moderner, stromsparender Technik unter anderem bei der Melktechnik und der Beleuchtung der Ställe.
     
  • Wir verfüttern ausschließlich gentechnikfreie Futtermittel an unsere Tiere. 
     
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